Ankündigungstext Antinationaler Klönschnack

Die Idee, Freiräume in dieser Gesellschaft zu schaffen, an denen marginalisierte Lebensentwürfe ausgelebt, neue Konzepte von Gesellschaft entwickelt und politische Organisation stattfinden kann, ist sehr alt. Sie suggeriert jedoch auch, dass solche Räume außerhalb der Mehrheitsgesellschaft wirklich etwas anderes schaffen könnten und von sonstigen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen frei wären.

Der Input wird sich an diesen Vorstellungen abarbeiten und gleichzeitig ein Konzept von “Stützpunkten” entfalten, die ihre Verstrickungen in den gesellschaftlichen Verhältnissen mitdenken, reflektieren und die durch progressive Kämpfe verteidigt werden. Hiermit soll zum einen die Perspektive verschoben werden: Wo „Freiräume“ erkämpft, gestaltet und verteidigt werden und selbst das Ziel einer entsprechenden Politik darstellen, stellt sich gegenüber „Stützpunkten“ die Frage, was sie der eigenen Praxis bringen und wo sie ihre Funktion verlieren. Zugleich soll so der ausschließliche Fokus auf Subkultur- und Stadtteilzentren aufgebrochen werden um die Frage zu ermöglichen, welche Stützpunkte derzeit gebraucht werden.

Als Diskussionsanregung werden hierzu neun Thesen zum Stützpunkt vorgestellt.

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